Mundelsheimer Wandergruppe in der Eifel unterwegs

15 Wanderbegeisterte aus der Jedermann-Sportgruppe waren dieses Jahr wieder vier Tage im Juli zu ihrer schon traditionellen Wandertour unterwegs. Ziel war das romantische Ahrtal und die Höhen zwischen Bad Neuenahr und Altenahr in der Eifel.

Am ersten Tag gab es zum Eingewöhnen nur eine kurze Wanderung zum Radioteleskop Effelsberg.

In einer interessanten Präsentation wurden dort Funktionsweise und Aufgaben dieses astronomischen Beobachtungsinstruments erklärt.

Der Reflektor des Teleskops hat einen Durchmesser von 100 m und kann mit einer unglaublichen Genauigkeit schwächste Radiosignale aus den Tiefen des Weltalls erkennen und für die Forschungsarbeit der Astronomen nutzbar machen. So können neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternensystemen und über die Milchstraße gewonnen werden.

Beim gemütlichen Teil am Abend gab es bei der Winzergenossenschaft Altenahr/Mayschoß eine zünftige Weinprobe im Gewölbekeller. In romantischer Atmosphäre waren hochklassige Rotweine zu verkosten, dazu gab es auch viele interessante Informationen über den Weinbau im Ahrtal. So erfuhren wir, dass wir uns in einer der ältesten Weingärtner-Genossenschaften Deutschlands befanden, die bereits 1868 gegründet wurde.

Am nächsten Tag hatten wir dann  mit dem Rotweinwanderweg eine größere Tour vor uns. Entlang der engen Schleifen der Ahr ging es immer bergauf und bergab durch die schier schwindelerregend steilen Weinberge mit immer wieder neuen wunderbaren Ausblicken auf das von Rebhängen gesäumte Tal und die schmucken Weindörfer.

Die zweite größere Wanderung führte am Samstag zum Teufelsloch bei Altenahr und über die Eifelhöhen zum Steinerberg und Krausberg. Von dessen Aussichtsturm konnte man im Dunst des nördlichen Horizonts die Spitzen des Kölner Doms erahnen.

Nach einem sehr steilen Abstieg ging es ins Ahrtal hinunter nach Walporzheim, von wo aus man mit dem Zug wieder ins Quartier nach Altenahr zurück fahren konnte.

Am Sonntag gab es vor der Rückfahrt eine Führung im so genannten „Regierungsbunker“ bei  Ahrweiler, dem Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall“, wie die Anlage offiziell hieß. Unter großer Geheimhaltung wurde in den Jahren 1960 bis 1972 in zum Teil bestehenden Eisenbahntunneln ein Bunkersystem von über 17 km Länge errichtet. Es sollte im atomaren Ernstfall der Bundesregierung und allen wesentlichen Staatsorganen mit über 3000 Personen für 30 Tage Schutz und Überleben gewähren. Die Führung fühlte sich an wie eine bedrückende Zeitreise zurück in den Kalten Krieg. Die Anlage gehörte bis 1997 zu den bestgehüteten Staatsgeheimnissen der Republik. Gleichwohl waren die östlichen Geheimdienste immer bestens informiert. Auf einem anderen Blatt steht, dass das Bunkersystem im wirklichen atomaren Ernstfall der Mega-Sprengkraft einer über der Hauptstadt Bonn gezündeten Atombombe nicht Stand gehalten hätte.

Die Rückfahrt mit PKWs ging reibungslos. Die vier erlebnisreichen Wandertage wurden mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen. Dort konnte Georg Helber als stellvertretender Abteilungsleiter Jutta und Jürgen Stahl für gute Organisation und Vorbereitung der gelungenen Wandertage danken.

Bildergalerie zum JDM Rotweinwanderweg Juli 2016